Eine Wärmepumpe ist nicht einfach nur ein neues Gerät, das an die vorhandene Steckdose angeschlossen wird. Die Außen- und Inneneinheiten, die Umwälzpumpen, die Steuerung, eine eventuelle elektrische Zusatzheizung, die Warmwasserbereitung und weitere technische Komponenten bilden zusammen ein System. Die elektrische Vorbereitung muss daher in Abstimmung mit dem haustechnischen Plan und der technischen Dokumentation des jeweiligen Geräts erfolgen.
Die genaue Auslegung lässt sich stets auf der Grundlage der ausgewählten Anlage, der Haustechnik des Gebäudes und der Herstellerangaben festlegen. Die folgende Anleitung stellt die wichtigsten Fragen vor, die im Rahmen der Vorbereitung geklärt werden müssen.
Welche Daten werden für die Planung benötigt?
Die Bezeichnung „Wärmepumpe” allein reicht nicht aus. Die Leistung, der Phasenbedarf, das Startverhalten, die Steuerung und die Zusatzheizung der Geräte können erheblich voneinander abweichen.
Bitte besorgen Sie Folgendes oder bereiten Sie es vor:
- den genauen Typ der Außen- und Inneneinheit;
- das elektrische Datenblatt und den Schaltplan des Herstellers;
- die Nenn- und maximale elektrische Leistung;
- den Phasenbedarf und die Nennspannung;
- die empfohlene Schutz- und Trennvorrichtung;
- die Leistung eines eventuellen elektrischen Heizelements;
- den Strombedarf der Umwälzpumpen, Ventile, des Pufferspeichers und des Warmwassersystems;
- die Anforderungen an Steuerungen, Thermostate und Kommunikationskabel;
- den vorgesehenen Standort der Außen- und Inneneinheit.
Reicht die vorhandene Anschlussleistung aus?
Der Leistungsbedarf der Wärmepumpe darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss zusammen mit den übrigen Verbrauchern im Haus berücksichtigt werden. Die gleichzeitige Nutzung von Kochfeld, Backofen, Ladestation für Elektroautos, Durchlauferhitzer, Sauna, Klimaanlage und anderen größeren Geräten beeinflusst die erforderliche Kapazität.
Bei der Zusammenfassung der Belastungen ist Folgendes zu berücksichtigen:
- die Anzahl der verfügbaren Phasen;
- die derzeitige Anschlussleistung;
- die Nenn- und voraussichtliche gleichzeitige Last der Großverbraucher;
- die Funktionsweise des Kompressors der Wärmepumpe;
- die Leistung der elektrischen Zusatz- oder Notheizung;
- die Pläne für künftige Erweiterungen;
- die Möglichkeit eines eventuellen Lastmanagements.
Sollte die derzeitige Kapazität nicht ausreichen, kann eine Leistungserweiterung oder eine andere technische Lösung erforderlich sein. Die allgemeinen Aspekte des Prozesses sind die in einem Artikel über Leistungssteigerung sind zu finden.
Separater Stromkreis und entsprechende Verkabelung
Für die Hauptkomponenten der Wärmepumpe ist ein Stromkreis erforderlich, der gemäß den Herstellerangaben und unter Berücksichtigung der Belastung ausgelegt ist. Die Dimensionierung der Leitungen wird unter anderem durch die Leistung, die Länge der Leitungsführung, die Verlegungsart, die Umgebungstemperatur und die Schutzvorrichtung bestimmt.
Bei der Planung muss Folgendes geklärt werden:
- welche Einheiten eine separate Stromversorgung erhalten;
- wo das Kabel sicher verlegt werden kann;
- Wie groß ist der Abstand zwischen der Außen- und der Inneneinheit?;
- Wo befindet sich der Trennpunkt?;
- Wie lassen sich Freileitungen vor mechanischen, feuchtigkeitsbedingten und witterungsbedingten Einflüssen schützen;
- Welche Ersatzteile werden für spätere Wartungsarbeiten oder einen Austausch benötigt?.
Die elektrische Zusatzheizung stellt eine separate Last dar
Viele Systeme verfügen über eine integrierte oder externe elektrische Heizvorrichtung. Deren Leistung kann die Momentanlast erheblich erhöhen, insbesondere bei kaltem Wetter, während eines Desinfektionszyklus oder im Falle einer Störung.
Die Zusatzheizung darf daher bei der Lastberechnung nicht außer Acht gelassen werden, auch wenn davon auszugehen ist, dass sie nur selten in Betrieb ist. Die Einstellungen der Steuerung und die zulässige Leistung müssen im Rahmen des haustechnischen Konzepts festgelegt werden.
Welche Schutzvorrichtungen könnten erforderlich sein?
Die genaue Auslegung der Schutzmaßnahmen muss auf der Grundlage der Gerätedokumentation, der Einsatzumgebung und der Netzwerkeigenschaften geplant werden. Das System kann folgende Komponenten umfassen:
- Überstromschutz;
- Fehlerstromschutzschalter des erforderlichen Typs und mit der erforderlichen Empfindlichkeit;
- Überspannungsschutz;
- Möglichkeit der lokalen Abschaltung;
- angemessene Erdungs- und Potentialausgleichsmaßnahmen;
- die ordnungsgemäße Trennung von Steuer- und Starkstromleitungen.
Über die unterschiedlichen Aufgaben der ÁVK und des Überspannungsschutzes können Sie hier lesen: Überspannungsschutz und Überspannungsschutz: Was ist der Unterschied?
Elektrische Auslegung der Außeneinheit
Im Umfeld der Außeneinheit müssen die elektrischen Anlagen an die Witterungs-, Feuchtigkeits-, Temperatur- und mechanischen Einflüsse angepasst werden. Die Kabelverlegung sollte so geplant werden, dass sie nicht im Weg liegt, bei Wartungsarbeiten nicht beschädigt wird und für die erforderliche Abschaltung zugänglich bleibt.
Zu klärende Punkte:
- der genaue Standort der Außeneinheit und die Entfernung zum Serviceort;
- Wanddurchbrüche und Kabeleinführungen;
- der Weg des Kondenswassers und des Niederschlags;
- der mechanische Schutz;
- der Standort des Außenschalters oder -schalters;
- die aufeinander abgestimmte Verlegung von Rohrleitungen und elektrischen Leitungen.
Steuerung, Thermostate und Kommunikation
Für den Betrieb einer Wärmepumpenanlage sind möglicherweise nicht nur eine Starkstromversorgung, sondern auch Steuerungs- und Kommunikationsverkabelungen erforderlich. Die Anforderungen hinsichtlich Thermostaten, Temperatursensoren, Zonensteuerungen, Internetverbindung und Integration in das Gebäudemanagementsystem sollten bereits vor dem Verschließen der Wände festgelegt werden.
Die Steuerkabel müssen gemäß den Vorgaben des Herstellers verlegt werden. Nicht jede Kommunikationsverbindung eignet sich für beliebige Kabellängen, gemeinsame Verlegung oder nachträgliche Verlängerungen.
Tarife, Abrechnung und Geschäftsbedingungen
Sollte sich die Möglichkeit einer gesonderten Messung oder einer tariflichen Sonderregelung ergeben, sind die aktuellen Anspruchsvoraussetzungen sowie die technischen und anbieterbezogenen Bedingungen beim örtlich zuständigen Anbieter oder Netzbetreiber zu erfragen. Da sich diese Bedingungen ändern können, ist es nicht ratsam, die Planung ausschließlich auf der Grundlage früherer Erfahrungen oder anhand des Beispiels einer anderen Immobilie vorzunehmen.
Der Zustand, die Normkonformität und die Erweiterbarkeit der Messstelle erfordern unter Umständen eine gesonderte Prüfung.
Wie lassen sich die mechanischen und elektrischen Installationsarbeiten aufeinander abstimmen?
- Der Anlagenbauer ermittelt die erforderliche Heizleistung und wählt die Anlage aus.
- Auf der Grundlage des konkreten Datenblatts wird der elektrische Last- und Anschlussplan erstellt.
- Die vorhandene Anschlussleistung, die Phasen, der Messpunkt und der Verteiler werden überprüft.
- Die Positionen der Außen- und Inneneinheit sowie der Steuerungen und Sensoren werden festgehalten.
- Die Verlegung der Kabel und Rohre wird aufeinander abgestimmt.
- Die erforderlichen Schaltkreise, Schutzvorrichtungen und Trennvorrichtungen werden fertiggestellt.
- Nach der Installation der technischen Anlagen erfolgt der Anschluss und die Funktionsprüfung.
- Sie prüfen die Dokumentation, die Einstellungen und den späteren Wartungszugang.
Häufige Fehler bei der Vorbereitung
- Die elektrische Planung wird vor der Auswahl des Gerätetyps abgeschlossen.
- Die elektrische Zusatzheizung ist in der Belastungsübersicht nicht aufgeführt.
- Für die Außeneinheit gibt es keine geeignete Trasse oder Trennung.
- Die Steuer- und Kommunikationskabel werden nicht verlegt.
- Die gleichzeitige Belastung des gesamten Hauses wird nicht untersucht.
- Die Erweiterbarkeit der Messstelle und des Verteilers wird erst am Ende der Installation überprüft.
- Der Installateur für Haustechnik und Elektrik arbeitet anhand unterschiedlicher Lagepläne.
- Der für spätere Wartungsarbeiten erforderliche Zugang bleibt nicht erhalten.
Welche Unterlagen sollten Sie bereithalten?
- das Datenblatt der Wärmepumpe und der Zusatzgeräte;
- den technischen Plan oder den Schaltplan;
- Fotos der Verteiler- und Messstelle von außen;
- die derzeitige Anschlussleistung und die Anzahl der Phasen, sofern bekannt;
- die Liste der übrigen Großverbraucher;
- eine Lageplanzeichnung der Außen- und Inneneinheit;
- die gewünschten Steuerungs-, Zoneneinteilungs- und Smart-Home-Funktionen;
- den geplanten Zeitplan für die Installation.
Zusammenfassung
Die elektrische Vorbereitung der Wärmepumpe erfordert die Abstimmung der Gerätedaten, der Gesamtlast der Immobilie, der separaten Stromkreise, der Schutzvorrichtungen, der Außeninstallation und der Steuerung. Es empfiehlt sich, die Arbeiten parallel zur haustechnischen Planung zu beginnen und nicht erst nach Ankunft der Anlage vor Ort.
Die damit verbundenen Modernisierungsbereiche sind die Dienstleistungen können auf der Seite eingesehen werden. Die Formular für die Angebotsanfrage stellt die Daten vor, die für die technische Abstimmung vorbereitet werden können.





