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Wann sollte man bei einer Komplettsanierung einen Elektriker hinzuziehen?

Es empfiehlt sich, den Elektriker möglichst bereits in der Planungsphase der Renovierung einzubeziehen. Wir zeigen Ihnen, welche Fragen hinsichtlich der Belastung, der Beleuchtung und der Dokumentation dabei geklärt werden müssen.

Autor: Voltmasters-Wissensdatenbank · Demo-Organisationsprofil
Fachgutachter: Referenzkomponente · muss vor der Produktion ausgewählt werden

Ein Elektriker arbeitet an der Sanierung der Elektroinstallation einer Wohnung

Der elektrische Teil einer Komplettsanierung umfasst weit mehr als nur die Installation einiger neuer Steckdosen und Leuchten. Das Stromnetz muss sowohl die heutige als auch die später zu erwartende Belastung bewältigen können, während ein Großteil der Leitungen, Verteilerkästen und Rohre in den Wänden verbleibt. Daher ist es ratsam, den Elektriker möglichst bereits zu Beginn der Planung einzubeziehen, noch bevor die Entscheidungen zur Innenarchitektur endgültig getroffen werden und die Abbrucharbeiten beginnen.

Warum ist der Beginn der Planung der beste Zeitpunkt?

In der frühen Planungsphase muss man sich noch nicht an feststehende Gegebenheiten anpassen. Die Funktion der Räume, die größeren Verbraucher, die Beleuchtungskonzepte und der logische Aufbau der Stromkreise können aufeinander abgestimmt geplant werden.

In dieser Phase lässt sich eingehend prüfen, welche Teile des bestehenden Netzes beibehalten werden können, wo eine Modernisierung erforderlich ist und mit welchem Leistungsbedarf zu rechnen ist. Um zu einer genauen Einschätzung zu gelangen, ist eine Begutachtung des Standorts und des bestehenden Systems erforderlich.

Welche zukünftigen Belastungen müssen im Voraus berücksichtigt werden?

Eine Renovierung geht oft mit dem Einbau neuer elektrischer Verbraucher einher. Besondere Aufmerksamkeit erfordert beispielsweise:

  • eine Wärmepumpe oder eine andere elektrische Heizlösung;
  • Ladestation für Elektroautos;
  • Smart-Home-System und dessen Steuerung;
  • leistungsstärkere Küchen- oder Werkstattausrüstung;
  • eine später zu realisierende Erweiterung, ein Nebengebäude oder eine neue Funktion.

Nicht jedes der aufgeführten Geräte erfordert automatisch eine Leistungserweiterung. Für die Entscheidung sind die Angaben zur Nennleistung, zur gleichzeitigen Nutzung und zum bestehenden Netz gemeinsam erforderlich.

Welche Planungsentscheidungen werden durch das Stromnetz beeinflusst?

Lastverteilung und Stromkreise

Eine sinnvolle Aufteilung der Stromkreise trägt zu einem übersichtlichen Betrieb und einer späteren Fehlersuche bei. Bei der Planung muss geklärt werden, welche Verbraucher einen eigenen Stromkreis benötigen und wo eine dauerhafte oder höhere Belastung zu erwarten ist.

Beleuchtungskonzept

Die Anordnung, der Anschluss und die Steuerung der Leuchten hängen von der Nutzung der Räume ab. Mit Kenntnis des Einrichtungs- und Innenarchitekturplans lässt sich vermeiden, dass Schalter, Auslässe oder Steckdosen an ungeeigneten Stellen angebracht werden.

Verlegungswege und verdeckte Installationen

Die Verlegung von Rohren, die Installation von Kabelkanälen und die Verkabelung innerhalb der Wände erfolgt in Abstimmung mit den nachfolgenden Arbeitsphasen. Auf Wunsch sollte im Voraus festgelegt werden, in welcher Form die Fotodokumentation der verdeckten Arbeiten erstellt werden soll.

Was kann passieren, wenn mit der Planung der Elektrik zu spät begonnen wird?

Bei einer späten Einbindung kommt es häufiger zu nachträglichen Anpassungen, Umplatzierungen oder Kompromissen bei der Gestaltung. Es kann vorkommen, dass für eine neue Anlage kein geeigneter Stromkreis vorhanden ist, die Lastverteilung nicht optimal ist oder der Messpunkt und die verfügbare Leistung weitere Maßnahmen erfordern.

Diese treten nicht bei jedem Projekt auf, doch lässt sich ihr Risiko durch eine frühzeitige technische Abstimmung verringern.

Welche Informationen sollten Sie für das erste Beratungsgespräch vorbereiten?

  • Art der Immobilie und ungefähre Grundfläche;
  • der geplante Umfang der Sanierung;
  • eine Liste der größeren neuen Stromverbraucher;
  • Grundriss oder Innenarchitekturplan, sofern vorhanden;
  • Angaben oder Fotos der vorhandenen Messstelle und des Verteilers;
  • die gewünschten Beleuchtungs- und Steuerungsfunktionen;
  • die erforderliche Mess-, Übergabe- oder Fotodokumentation.

Zusammenfassung

Bei einer Komplettsanierung empfiehlt es sich, den Elektriker bereits zu Beginn der Planung einzubeziehen. So können die zukünftige Belastung, die Stromkreise, die Beleuchtung und die verdeckten Installationen als einheitliches System geplant werden. Die konkreten technischen Details lassen sich in jedem Fall erst nach einer Begutachtung der Örtlichkeiten und der Anforderungen festlegen.

Vereinbaren Sie einen Termin für den elektrischen Teil der Sanierung.

Redaktionsstatus

Dieser Artikel ist ein Referenztext mit fachlichem Inhalt, der zu Präsentationszwecken dient. Die oben angezeigten Felder für Organisation, Autor und Gutachter sind Demo-Komponenten; vor der Veröffentlichung in der Produktionsversion müssen sie durch die tatsächlich verantwortlichen Personen, ein geprüftes Quellenverzeichnis und ein Überprüfungsdatum ersetzt werden.

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